Verkokungsproblematik moderner Direkteinspritzer

      Verkokungsproblematik moderner Direkteinspritzer

      Habe mich heute morgen mal mit der Problematik der Verkokung bei den modernen Direkteinspritzern beschäftigt. Seit heute morgen wünsche ich mir einen solchen modernen Motor nicht mehr und freue mich einen solchen eben nicht in meinem up! GTI zu haben.
      Bei allen meinen Fahrzeugen fahre ich qualitativ gutes Motoröl und mache regelmäßig den Ölwechsel. Habe schon an einigen Motoren geschraubt und es hat mich gegraust wie es darin ausgesehen hatte....

      Aber zurück zum Thema: Bei unseren up!s und Co sind keine Verkokungen an den Ventilen und Ansaugtrakten bekannt, oder?

      Gruß in die up!Welt

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      Naja, durch die Saugrohreinspritzung werden die Ventile eigentlich permanent sauber gehalten (vorausgesetzt es ist nichts defekt o.Ä.)

      Was bleibt, ist vielleicht irgendwann mal ne dreckige Drosselklappe.

      Die Ansaugung und der komplette technische Rest des Autos hat sich aber bisher als äußerst solide und unanfällig gezeigt.
      Das gilt sowohl für die Mpi's als auch Turbo Motoren.

      Alle TSI Motoren sind von den Verkokungen betroffen.

      Ich habe schon mehrere Motoren nach einer Bedi Reinigung gesehen => bringt fast nichts.
      Das einzige was hilft ist: Saugrohr demontieren und die Ventile mit Wallnussgranulat strahlen.

      Kann man übrigens, bei unrunden Leerlauf bei VW auf Garantie machen lassen, noch aktive Garantie natürlich vorrausgesetzt.
      Nicht alle Betriebe haben die passende Ausrüstung dafür!
      Aber unter 60.000Km ist das eigentlich nicht notwendig.

      Ansonsten hilft nur sauberes Longlife Öl mit kurzen Intervallen und kein stark additivertes Öl
      und das passende Fahrprofil (wenig Kurzstrecke, öfters auch mal Attacke)

      Drosselklappe wird nie ein Problem, da die garnicht mit verdreckter Luft in Verbindung kommt, dass ist nur bei Motorern mit externem AGR der Fall.

      Gruß Robin :)

      dervario schrieb:

      Alle TSI Motoren sind von den Verkokungen betroffen...


      Das ist sehr ärgerlich. Bin ich mal gespannt mit welcher Laufleistung wie wir tsi / GTi-Fahrer irgendwann betroffen sind. :huh:
      Dachte die TSI sind Einspritzer und die TFSi sind Direkteinspritzer ?(
      Da werde ich mich nochmal informieren.

      Gruß
      Chicken

      Würde ich persönlich aber so alle 50tkm mal machen....
      Ob 4 oder 3 zylinder ist dem ansaugkanal ja erstmal latte....

      Wär halt ärgerlich wenn man irgendwann bei 100tkm alles strahlen muss.

      Wenn man natürlich nur 10tkm im Jahr fährt und das Auto nach 4 Jahren abgibt, kanns einem theoretisch egal sein.....

      Mein up! GTI mit EZ 09/2018 hat inzwischen 53.000 km auf dem Tacho. Werde also in 2 Jahren die 100tkm knacken.
      Wenn ich weiterhin meinen GTI so nutze werde ich in 2 bis 4 Jahren diese Erfahrungen machen.

      Werde berichten....

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      Das Problem ist eigentlich bei allen Direkteinspritzer bei allen Marken bekannt. Manche haben ja DIrekteinspritzung und Saugrohreinspritzung. Da ist das weniger wild, aber nicht beseitigt.

      Die Verkokung selber hängt aber auch stark von den Verhältnissen ab. Viel Kurzstrecke und nicht richtig warm fahren ist nicht gut. Richtig warm fahren und oft Langstrecke ist ein Vorteil. Ebenso beugen gute Öle und regelmäßiger Ölwechsel(kein Longlife) Verkokung vor. Schlechte bzw. alte Öle neigen eher dazu sich abzulagern als gute/neue.

      Wieviel Verkokung man also nach wieviel KM hat ist relativ, aber man hat sie, das ist klar. Eine chemische BEDI Reinigung kann man eigentlich von Anfang an hin und wieder machen lassen. Damit bekommt man gut was weg und beugt halt auch vor. Wenn es halt schon vorgeschritten ist, hilft oft nur die Manuelle Reinigung.

      Hier mal einige Bilder wie das bei mir beim Golf R mit CDL 2.0 TFSI nach etwas mehr als 100000km aussah. Eigentlich nicht besonders wild für die Laufleistung. Das meiste lies sich mit der chemischen BEDI Reinigung entfernen. Ebenfalls ein Video wie das aussieht, wenn der Dreck hinten rauskommt bei einer BEDI Reinigung.

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      Bei den Autodoktoren gibt es auch einige Videos zu verkokten Motoren. Die beiden reinigen die mit Nussschalengranulat, das scheint noch effektiver zu sein als die Chemiekeule: results?search_query=autodoktoren verkokung

      “Ist die dunkle Seite stärker?” –
      “Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.” (Meister Yoda)


      Zu tun was du willst
      ist Freiheit.
      Zu mögen was du tust
      ist Glück.




      https://futurzwei.org/article/862
      www.gibgas.de
      www.cng-club.de
      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170428_OTS0237/gas-geben-fuer-den-klimaschutz

      Naja kommt halt immer drauf am wie stark die Verkokung ist. Deswegen kann man vorbeugend die chemische Reinigung alle 20-30tkm machen und eben immer ordentlich warm fahren und das mit dem Öl. Wenn es halt sehr stark verkokt ist muss man das halt manuell z.B. mit Nussgranulat machen. Das ist aber auch deutlich aufwendiger, weil die ASB usw. komplett ab muss.

      Scheint mir auch so als ob die Sauger Direkteinspritzer von dem Problem mehr betroffen sind als die Turbo Direkteinspritzer.

      Das was bei Verkokung auch hilft ist ein Catch Can Tank, denn der sammelt das in einem Behälter was sonst von der KGE in die ASB geht. Muss man halt nur hin und wieder entleeren.


      Mal eine Frage zu dem Thema: Hat unser tsi / GTI eine Direkt- und Saugrohreinspritzung? Ein Teil der größeren tsi-Motoren soll dies haben und die Verkokung ein ganzes Stück weit verringern.
      Ist das denn bei unseren 1.0 der Fall?