Gebrauchter E-Up - sinnvoll oder nicht?

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      Moin Sönke,
      vielleicht hilft es etwas:
      - Akkukapazität bzw. Degradation sollte ein VW-Händler auslesen können
      - Verbrauch/Kosten: bei mir bis jetzt (~3.000km) in der Stadt und dem Umland (max. 100 km/h): 10 kw/h auf 100km, also 2,90 € auf 100km

      Das die Gebrauchtpreise für den E-Up noch nicht nach unten gegangen sind, wundert mich ehrlich gesagt. Aber die Nachfrage scheint wohl da zu sein. Ich habe im Juni für meinen abzüglich aller Förderung 11.770,- € bezahlt.

      Grüße ausm Norden
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      Um die aktuelle Akkukapazität einschätzen zu können, könnte man folgend herangehen:

      1. irgendwie auslesen lassen (sei es beim Händler, VCDS, VCP oder sonstigem guten OBD-Tool) - evtl. stellt @Kieler Sprotte sich mal zur Verfügung, dann können wir mal gucken, welche Werte das wären ;)
      2. Akkureichweite mit der ab Werk vorgegebenen Reichweite vergleichen und prozentual herunter rechnen

      Ich habe am Anfang auch erst überlegt einen e-Up zu kaufen, mich aber nach einer einfachen Rechnung dagegen entschieden (wohlgemerkt da gab es noch keine BAFA-Prämie, die vermutlich auch bald erschöpft sein wird) aus folgenden Gründen:

      Gebraucht waren sie immer noch teuer, man braucht entweder eine Ladesäule in Fußreichweite oder noch besser am eigenen Haus. Wenn man beides nicht hat, ist das schon mal ein extremer Minuspunkt. Unsere nächste Säule ist 1,5 km entfernt, Laden geht nur Abends und wir wäre nicht die einzigen Nutzer.

      Die Stadtwerke Kiel wollte Ende 2018 als reine Grundgebühr knappe 2 € haben, für das Vollladen habe ich damals knappe 3 € errechnet. Somit sind wir bei 5€. Im Vergleich zum Benziner waren es 5,50 € bei den damaligen Spritpreisen auf 100 km.

      Den damaligen Anschaffungspreis von circa 11k € zu 22k € bei gleicher Ausstattung muss man somit erstmal reinfahren, da ändert auch die Steuerersparnis nichts dran.

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      Auch die Förderung seitens der Hersteller wird endlich sein. Wenn genug BEVs und PHEVs in den Markt gepresst wurden, um den CO2 Flottengrenzwert zu erreichen, müssen und werden die das Zuschussgeschäft sehr schnell beenden. Ohne Rabatte sind die Kisten absolut unwirtschaftlich. Was die Akkuhaltbarkeit angeht, VW gibt 8 Jahre oder bis 160tkm Garantie auf den Akku. Der muss bis dahin noch mind. 70% der ursprünglichen Speicherleistung haben. Renault gibt gar nur 66% an und die haben mit dem ZOE bereits 8 Jahre Erfahrung. Ehrlich, nach 8 Jahren hat ein Auto max. die Hälfte seines Lebens hinter sich, bei <<10tkm/Jahr vielleicht 30%. Ein Akkutausch kommt einem wirtschaftlichen Totalschaden sehr nahe. Dazu kommt die Problematik der Batterieentsorgung oder des Recyclings. Bei den Mengen an Batterien wird das in den nächsten Jahren sehr interessant.

      Auch die Kosten werden gern geschönt betrachtet. Bisher hat mich persönlich aus Vollkostensicht noch kein BEV überzeugt. Realverbrauch im Mix inkl. Ladeverluste sind beim eUp ~15kWh, dazu kommt das Risiko des Wiederverkaufswerts. Auch das Thema Ökobilanz ist noch nicht transpararent. Ein BEV schleppt allein von der Herstellung eine riesige Umweltlast mit sich herum, das wird durch den Betrieb mit 100% Ökostrom besser, aber real verbraucht es Strom mit max. 30%-50% Anteil aus EE. Die Ökobilanz kippt erst nach sechstelligen Laufleistungen zugunsten eines BEV. Dafür muss der der Stadtflitzer aber erstmal >10 Jahre durchhalten.
      Scheint grad hip zu sein ein BEV zu fahren und dafür den Verbrenner abzustossen, oftmals unter dem Deckmantel des Umweltgedankens. Wer wirklich an die Umwelt denkt, schränkt unnötigen Konsum ein und das bedeutet auch, ein Auto im Zweifel bis zum EOL zu fahren, oder besser, gar kein Auto zu besitzen/zu fahren.

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      Das stimmt so natürlich, aber ist gleichzeitig ja auch weltfremd, denn die Uhr zurückdrehen in die vorautomobile Zeit werden wir ohne Aussterben der Menschheit nicht hinbekommen.
      Alternativ halt dann etwas zu ersetzen, wenn das alte definitiv kaputt ist und nicht mehr reparierbar. Das gilt aber nicht nur für Autos aber so hast du das mit dem Konsumverhalten sicher auch gemeint.

      “Ist die dunkle Seite stärker?” –
      “Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.” (Meister Yoda)


      Zu tun was du willst
      ist Freiheit.
      Zu mögen was du tust
      ist Glück.




      https://futurzwei.org/article/862
      www.gibgas.de
      www.cng-club.de
      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170428_OTS0237/gas-geben-fuer-den-klimaschutz

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      Ich habe es mal überspitzt unsere gesamte Ökonomie fußt halt auf dem Irrglauben das Wachstum unendlich ist. Ressourcen sind es definitiv nicht.
      Aber back to Topic:
      Du kannst nun alle für und wieder gegeneinander abwiegen, wenn gebraucht dann so jung wie möglich, da ist dann doch auch noch n kleiner Teil Förderung drin. Der neue hat den besseren Akku etc.

      Gruß Fabs :thumbup: