GTI Bremse vorne im TSI

      GTI Bremse vorne im TSI

      Hallo miteinander,

      ich möchte gerne an meinem UP die Bremsleistung verbessern.
      Da der GTI eine größere Bremse vorne hat und ich eh ne powerdisc verbauen werde könnte ich gleich ne Nummer größer nehmen.
      Nur was brauche ich alles vorne?
      Reicht ein Bremssattelhalter, brauch ich Sattel mit Halter oder ist es gar unmöglich?

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      Bremssättel, die dazugehörigen Halter und die Radlagergehäuse muss man in jedem Fall neu haben, eventuell sogar den Hauptbremszylinder und den Bremskraftverstärker! Selbstredend natürlich auch die Bremsscheiben und Beläge!

      Seit 06.09.18 up GTI

      @SirLanzelott
      Ich finde die Idee gut, und hoffe, Du dokumentierst das Projekt ggfls. hier im Forum mit Bildern und Kosten.
      Helfen kann ich Dir dabei leider nicht.

      Grüße und viel Glück bei der Umsetzung!
      Huia

      Edit: gerade mal mit Junior besprochen: evtl. vorher checken, ob der Bremskraftverstärker (BKV) im TSi der Gleiche ist wie im GTi. Bei evtl. anderem Übersetzungsverhältnis sonst nicht so gut, da Pedalkraft sonst evtl. höher ist.
      Sonst meint er müsste das Projekt gehen.

      Edit II: dann auch gleich Stahlflexe verbauen

      „Blinder Respekt vor Autoritäten ist der größte Feind der Wahrheit.“ A. Einstein

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Huia“ ()

      SirLanzelott schrieb:

      Woher kommen die oben genannten Erfahrungen? Vor allem das Radlagergehäuse?

      Hat jemand wirkliche Erfahrungen?


      Aus der wirklichen Erfahrung heraus eben! Der Bremssattelhalter der kleinen Bremse ist fest vergossen mit dem Radlagergehäuse, während die größere Bremsanlage des GTI einen separaten Bremssattelhalter besitzt, der mit dem Radlagergehäuse verschraubt ist! Das Foto zeigt die Einzelteile der vorderen Bremse eines Lupo GTI, diese ist prinzipiell baugleich mit der vom Up GTI! Beim Hauptbremszylinder und Bremskraftverstärker muss man die Teilenummern abgleichen und ggf. mal einen Versuch machen, ob die für größere Bremse noch ausreichend sind!
      Dateien

      Seit 06.09.18 up GTI

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „DerBu“ ()

      Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen zusätzlich noch:

      -Der Bremskraftverstärker ist gleich
      -Der HBZ ist deutlich größer
      Da der GTI an der VA 60mm Kolben hat und der normale nur 54mm steigt der Flüssigkeitsbedarf im Gesamtsystem beim Bremsen um 19,33%.
      D.h. der Pedalweg verlängert sich auch um fast 20%, das ist extrem viel und wird dir auch kein Tüv Prüfer abnehmen.
      Bei heißer Bremse könnte man dann locker bis aufs Bodenblech treten.
      Ich hatte mal am Seat Leon andere Bremssättel montiert, welche den Pedalweg um 5% vergrößert haben und das hat man schon stark gespürt.

      Ich fahre an meinem UP die originale Bremsscheibe mit Ferodo DS Performance Beläge, Stahlflexleitungen und Evolity Führungsbuchsen.
      Das Bremspedal ist sehr hart und die Bremse ist nicht klein zu bekommen.
      Wenn du jetzt noch die Powerdisc dazu nimmst... 8o
      Die Evolity Führungsbuchsen sollten aber einmal im Jahr gereinigt werden und haben keine Zulassung, machen aber sowieso nicht soviel aus.

      Gruß Robin :)

      Um nochmal die gesammelten Informationen hier zusammenzutragen, für den Umbau der VA auf die GTI Bremse wird demzufolge benötigt:

      - 2x Bremsscheiben 288x25mm mit 4-Loch Anbindung zzgl. passender Bremsbeläge
      - 2x GTI Bremssättel
      - 2x GTI Bremssättelhalter
      - 2x GTI Radlagergehäuse
      - 1x Up! GTI Hauptbremszylinder

      Ich könnte mich ja auch dafür begeistern, aber finde nirgendwo alternative Bremsscheiben/Bremsbeläge für den Up! GTI

      @ SirLanzelott: Die ATE Powerdiscs sind scheinbar auch nicht verfügbar

      Somit müsste man in diesem Zug die Radnaben auf 5-Loch umbauen um überhaupt an leistungsfähigeres Material zu kommen.

      .. und dann passen die bisherigen Felgen wieder nicht.. ein Teufelskreis .. ein sehr kostenintensiver Teufelskreis

      Huia schrieb:

      Hast Du uns noch ca. Preise für die einzelnen Bauteile?

      Nein, genaue Preise liegen mir nicht vor.

      Aber mit mind. 1000,- Euro wird man wohl rechnen müssen wenn man auf VW-Originalteile zurückgreift.
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      Huia schrieb:

      @Revolution
      Danke für die Aufstellung! Hast Du uns noch ca. Preise für die einzelnen Bauteile?

      Danke!


      2 mal Bremssattelgehäuse ca.500€
      2 mal Bremssattelhalter ca.280€
      Bremsbelagsatz ca. 115€
      2 mal Bremsscheibe ca. 180€
      2 mal Radlagergehäuse ca.340€
      2 mal Deckblech / Staubschutzblech ca. 20€
      Hauptbremszylinder ca. 280€
      ......plus diverse Kleinteile!
      Insgesamt gehen die Kosten sicherlich so Richtung 2000€, wenn man ausschliesslich auf original VW Teile zurückgreift!

      Seit 06.09.18 up GTI

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DerBu“ ()

      Du brauchst bei den neuen Radlagergehäusen auch noch neue Radlager da diese eingepresst und daher nicht wiederverwendbar sind.
      Der GTI hat auch andere Radnaben, keine Ahnung wo da der Unterschied ist, vielleicht der Durchmesser oder die Zentrierung für die Bremsscheibe.

      Also
      + 2 Radlager 100€
      + 2 Radnaben 260€

      Dafür gibt es etliche Beläge im Zubehör da es die gleichen sind wie beim Golf 7 nur ohne Verschleißanzeige.

      Gruß Robin :)

      Hallo zusammen,

      ihr solltet Folgendes bedenken:
      1. Der originale Radträger für eine FSIII-Bremse gemacht ist und bietet überhaupt keine Möglichkeit eine andere Bremse zu verbauen, denn der Belaghalter ist integraler Bestandteil des Radträgers. Es gibt keine Befestigungslöcher. Also ohne Radträger incl. Radlager GTI geht es sowieso nicht. Es gehen auch keine grösseren Scheiben.
      2. Soweit ich weiss, hat der UP! GTI aufgrund der anderen Radträger auch eine breitere Spur, d.h. das Gelenkwelle von den "kleinen" UP! sind zu kurz. Ob die Schnittstelle im Getriebe die gleiche ist, weiss ich leider auch nicht......

      In Summe kommt eigentlich das Gleiche raus wie bei fast allen Tuning-Projekten: Ein Auto mit höherer Leistung ab Werk kommt gleich teuer oder günstiger raus. Aber Lehrgeld kann man nur selbst bezahlen, da muss jeder mal durch. Ich habe auch schon viel Geld in Motorenumbauten usw. gesteckt un dann alle 40tkm einen Getriebeschaden gehabt....

      Es gäbe auch noch Potentiale die FSII Bremse zu tunen, wenn man konrekt weiss was man will. Damit meine Ich "Ich will eine bessere Bremse" ist keine technische Zielsetztung.

      Gruss Steffen

      Für mich ist es sowieso kein Thema, da ich ja schon den GTI besitze! Ich kenne es nur vom Lupo, dort habe ich mal komplett auf GTI Bremse umgerüstet, allerding war der Preis nicht ganz so heftig (aber immer noch teuer genug), da der Gebrauchtteilemarkt da einiges her gab und die Revision eines Bremssattels kam deutlich preiswerter als ein Neukauf! Bei den hier aufgerufenen Preisen für die GTI Bremse würde ich auch eher Abstand von einem Umbau nehmen, da ich den Kosten-/Nutzenfaktor doch arg in Frage stellen würde!

      Seit 06.09.18 up GTI

      Die Frage ist doch auch, wie @Steffen_k schon angemerkt hat:

      Was ist das konkrete Problem?
      Bzw warum soll die Gti Bremse drauf?

      Aus optischen Gründen?

      ( Die Bremse von meinem Mpi ist schon in der Lage mehrere Male von hohem Tempo stark abzubremsen sowie eine zackige Bergab Fahrt zu meistern :) )

      Ohne die Gti Bremse schlecht reden zu wollen wird auch diese nicht für die Rennstrecke gemacht sein, weshalb da zum Beispiel eine Bremsen Belüftung zielführender (und wesentlich günstiger) wäre.

      LocoFlasher schrieb:

      warum soll die Gti Bremse drauf?

      Weil die GTI-Sättel mitsamt den 288x25mm Scheiben in einer ganz anderen Liga spielen als es die MPI/TSI-Anlage mit ihren 256x22mm Scheiben könnte.

      Bin beide Bremsanlagen schon gefahren, dazwischen liegen Welten.

      Steffen_k schrieb:

      Es gäbe auch noch Potentiale die FSII Bremse zu tunen, wenn man konrekt weiss was man will.

      Ich bin ganz Ohr.

      Meine MPI/TSI-Bremsanlage hat bereits wärmebehandelte Tarox-Zero Scheiben und kann dank relativ offenen 17" Felgen und entfernten Spritzschutzblechen frei atmen.

      Die Tarox F2000 laufen erfahrungsgemäß eine ganze Ecke kühler, sind aber ohne Papiere und optisch nicht ganz unauffällig, weshalb ich diese nicht nehmen kann.

      Aber auch mit den Tarox-Zero reicht eine einzige gewaltbremsung aus annähernd Vmax aus um die Scheiben blau einzufärben und die Anlage ins Fading zu zwingen.

      Und das Temperaturproblem wird mit steigenden Reibwerten bei den Belägen nicht weniger.

      Hallo Sebastian,

      ich glaube du mischt das einige physikalische Effekte durcheinander. Die Bremse wandelt die kinetische Energie des Fahrzeugs (E_kin = 1/2*m*v^2) in thermische Energie. Diese geht zu grossen Teilen in die Bremsscheibe (E_thermisch = cp *m*delta_T).
      Das heisst:
      1. Du machst deinen UP! leichter, dann muss die Bremse nicht soviel Energie aufnehmen. Positiver Nebeneffekt wäre, dass auch die Beschleunigung besser wird, die Belastung für Motor, Getriebe und Fahrwerk sinken und der Spritverbrauch sinkt auch noch. D.h. erstmal alles unnötige Kram wie Rückbank, Innenverkleidungen, Beifahrersitz, elektrische Fensterheber müssen raus. Fahr mal einen Lupo 3L und du wirst stauen wie der abgeht mit seinen 800 kg und lumpigen 60 Ps.

      2. Die Bremsscheiben besser kühlen. Fahrzeugbremsscheiben werden aus globularen Grauguss (GGG) hergestellt, denn nur dieser Werkstoff bietet eine ausreichend hoher Wärmleitung um die Wärme von der Oberfläche in den Kern abzuleiten bevor sie anschmilzt, kommt es also erstmal nur auf die Masse der Bremsscheibe an. Eine Wärmebehandlung der Scheiben bringt da garnix! Ich gehe mal davon aus, dass du die Bremsscheibentemperatur nicht gemessen hast, oder?
      Da bei der FSIII die Radträger keine grösseren Scheiben zulassen, kann man die Masse der Scheibe erstmal nicht erhöhen. Da bleibt also nur mehr Wärme abführen indem man eine Kühlung installiert. Da ich überwiegend für Automobilindustrie prototypische Bauteile und Vorrichtungen herstelle, könnte ich dir bei dem Messequiment und der Luftführung weiterhelfen. Ohne eine geeignete Messung ist die Bewertung von Änderungen nicht möglich!

      Bremsbeläge mit einem höheren Reibwert verschieben das Verhältnis zwischen der Energie die an der Vorder- und Hinterachse umgesetzt wird und erhöhen die Übersetzung der Scheibenbremse. Solche Beläge haben auch eine etwas andere Mischung und das Fading setzt erst bei etwas höheren Temperaturen ein. Da die EU-UP!’s aber ohnehin schon die "performanteren" EU-Beläge verbaut haben, geht da auch nicht mehr viel. Ich glaube aktuell sind Beläge von ITT verbaut.
      Es gibt eine europäische Bremsbelag-Variante die einen hohen Reibwert, viel Scheibenverschleiss, viel Abrieb, viel Geräusch und viel Performance bietet und es gibt die NAO (non asbestos organic) Beläge für RDW (Rest der Welt). Die NAO’s haben einen niedrigeren Reibwert, wenig Verschleiss, wenig Scheibenangriff (daher auch saubere Felgen) und wenige Performance. Da ausserhalb der EU nicht so schnell gefahren wird, reicht das aus und die Beläge halten locker doppelt so lange, aber teilweise rosten dann die Scheiben kaputt, weil die Beläge die Scheiben nicht richtig "putzen".
      Die Belagmischung müsste auf der Rückenplatte eingeschlagen sein (ITT = GAXXXX). Es ist recht lustig wenn man auf Messen sich irgendwelche "Performance-Bremsbeläge" anschaut und anhand des Materialcodes direkt erkennen wer sie herstellt. Es gibt ohnehin nur noch eine Hand voll grossen Bremsbelaghersteller auf der Welt, die haben sich in den letzten Jahrzehnten untereinander aufgekauft. Alles was der Endkunde kennt sind nur Markennamen wie z.B. Textar (Hersteller ist TMD die zu Nisshinbo gehören) oder Ferrodo/Jurid (Hersteller ist Federal Mogul). Brembo und Akebono gehören nicht zu den grossen Bremsbelagherstellern und Akebono zieht sich gerade aus Europa zurück. Deren Werk in Frankreich wird dann wohl einer der Grossen schlucken.

      Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass das alles keine Geheimnisse sind sondern frei im Internet verfügbare Informationen.

      Gruss Steffen