Andere Reifengröße auf Original-Felgen - hier Polygon 17" oder Spoke 15"

      Andere Reifengröße auf Original-Felgen - hier Polygon 17" oder Spoke 15"

      Hallo zusammen,
      ich habe jetzt den ganzen Bereich hier durchsucht, jedoch keine Antwort auf das o.g. Problem gefunden.

      Schwierigkeit ist, dass es z.B. für die Polygon 17er in Original 195/40/17 sehr wenig Reifenauswahl für die Sommerreifen gibt und dazu noch relativ teuer.
      Hier wäre es z.B. besser, die nächste passende Kombination, hier also wohl 205/40/17 (siehe REIFENRECHNER | ET Rechner | Abrollumfangrechner | Felgenrechner) hat nur +1,4 % Abweichung im Abrollumfang.

      Noch krasser ist es auf den 15ern: die 185/55/15 sind eine absolute Zwischengröße, seit Jahrzehnten nimmt man hier eigentlich 195/50/15 (schon auf Golf I ...), entsprechend viel billiger sind die Schlappen und deutlich mehr Auswahl.

      Auf meinen Zubehör - Felgen (Dezent TD) waren die 195/50/15 zulässig und habe ich somit genommen.

      Frage ist also: hat jemand auf den Originalen 15ern (z.B. Spoke) die 195/50/15 er drauf und wie hat er die eintragen lassen? Einfach hin zum TÜV und zeigen? Brauchen die da keine Papiere für?
      Oder auf die Originalen 17er Polygon die 205/40/17? Auch hier: wie habt ihr die eintragen lassen?

      Wäre um Tipps dankbar!

      Grüße
      Huia

      „Blinder Respekt vor Autoritäten ist der größte Feind der Wahrheit.“ A. Einstein

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      Also bei meiner letzten Eintragung war es so, dass der Abrollumfang nicht zu der aktuell montierten Größe passen musste, sondern zu der Größe welche im Fahrzeugschein hinterlegt ist.

      195/40/17 ist aber glaube ich schon eine der größten Reifengrößen für den Up, sodass es schwierig werden könnte mit 205/40/17 aber das lässt sich ja ganz einfach nachrechnen.

      Ansonsten muss halt nur die Traglast des Reifens noch passen und dann trägt das auch jeder Prüfer ein.

      Ich hatte nämlich genau dieses Problem:

      Aktuelle Bereifung: 185/55/15
      Wunschbereifung: 185/35/17
      Im Schein: glaube da stand 165/60/14 oder so...

      185/55/15 zu den 185/35/17 wären genau die kritischen 4% gewesen, zu allen anderen Reifengrößen (unter anderem die im Schein) war die Abweichung dann allerdings zu groß....

      Daraufhin sollte ich mir eine Abrollumfangsbestätigung besorgen, welche bestätigt, dass der "neue" Abrollumfang noch zum Tachometer passt.
      VDO in Kassel macht sowas z.B.
      Hat auch gepasst und somit stand der Eintragung nichts mehr im Weg.

      Nachteil ist natürlich, dass man für so eine Messung die Reifen natürlich haben muss.



      Grüße
      LocoFlasher

      @LocoFlasher
      Der oben von mir verlinkte Reifenrechner zeigt einem das gut an. Bei meinem 17 Zoll Beispiel waren das nur +1,4 %, also weit unterhalb 4 %.
      Wenn ich Dich also richtig verstehe muss die Abweichung des Abrollumfangs innerhalb +/- 4 % liegen, dann bekommt man es eingetragen, wenn alles andere (also Breite (nirgens schleifen) ; Traglast; Geschwindigkeit) passt.

      Also einfach hinfahren, TÜV schaut drauf, gut ist!?

      Grüße und vielen Dank
      Huia

      PS: Bei Deinem Beispiel (185/55/15 zu 185/35/17) ist die errechnete Differenz genau -4 % (Tachoabweichung wird mit +4,1 % angezeigt)

      Edit: die 195/40/17 sind die Standardgröße für die 17er und im COC hinterlegt vom TSi (Bj 2016 Ende)

      „Blinder Respekt vor Autoritäten ist der größte Feind der Wahrheit.“ A. Einstein

      Ich habe noch nie etwas von einer "Abrollumfangsbestätigung" gelesen oder gehört 8|

      Da die Eintragung einer alternativen Reifendimension jeder Prüfer anders handhaben wird ist die einfachste Variante, dass Du direkt zum TÜV fährst und dein Vorhaben persönlich vorträgst.

      Mir ist nur die gesetzliche Regelung bekannt, dass der Tacho kein km/h zuwenig und max. 10% + 4km/h anzeigen darf.

      Ist sich der Sachverständige beim neuen Abrollumfang unsicher, kann er eine Tachoüberprüfung fordern, bei welcher die angezeigte Geschwindigkeit mit einer geeichten Geschwindigkeit verglichen wird.

      Low Up! war damals für seine 185/35R17 auch bei einer solchen Überprüfung: Neuer VW Up! Facelift

      Für die 205/40R17 lassen sich bestimmt sogar entsprechende Teilegutachten von Leichtmetallfelgen finden, bei denen diese Reifengröße mit drin steht. (bei meinen OZ standen sie m. W. auch mit drin)

      Ansonsten kann man bei VW auch alle zulässigen Reifengrößen erfragen.
      Das wird halt nur nicht mehr in den Schein gedruckt.
      Wenn 205/40/17 dabei sein sollte brauchst du nichtmal was abnehmen lassen.

      @Revolution

      Jetzt hab ich extra das Dokument nochmal rausgeholt und die korrekte Bezeichnung lautet:

      Bescheinigung über Tachometer Prüfung bei geänderter Bereifung


      So genau wusste ich das alles nicht mehr ^^

      @Huia
      Bevor man mit vollendeten Tatsachen beim TÜV aufkreutzt bietet es sich an vorher mal mit den Plänen dort zu fragen :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „LocoFlasher“ ()

      Also bis ich da mal was neues an Reifen brauche wird es wohl bei meiner km Leistung ewig dauern.
      Aber was sollst.
      Ich persönlich mache das schon immer folgendermaßen. Ich suche mir die Felge nach nur einem Gesichtspunkt raus und das ist für mich die Optik. Mich interessiert erstmal weder ein Teilegutachten oder eine ABE. Vom Reifenhersteller hole ich mir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung das der Reifen auf dem Felgenmaß und auf dem Fahrzeug fahrbar ist. Das hat natürlich noch keine Aussagekraft bzgl. Radabdeckung und Freigängigkeit. Dann per Einzelabnahme eintragen und gut ist.
      Ich würde mich ärgern wenn ich eine Felge fahren würde, die zwar ein Gutachten hat aber mir nicht gefällt.

      Naja, irgendein Gutachten braucht eine Felge in Deutschland schon....

      Aber es ging ja hier auch um andere Reifen auf Serienfelgen und nicht um Zubehör :)

      Der einzige Grund war ja, dass es in den "Up! Größen" relativ wenig Auswahl gibt und diese Reifengrößen teurer sind, als ähnliche.

      Eben, es geht mir um die Serien - Felgen, also z.B. Spoke, Polygon, Waffle, etc., wo VW halt etwas ungewöhnliche Standard - Größen verwendet und man eine Nummer "größer" deutlich mehr Auswahl und bessere Preise hat!

      Ist ja auch im 16 Zoll Bereich genau das gleiche Problem.

      „Blinder Respekt vor Autoritäten ist der größte Feind der Wahrheit.“ A. Einstein

      Man könnte ganz einfach eine ABE einer Felge, die die gewünschte Reifengröße passend zur originalen Felgen beinhaltet, als Vergleichsgutachten heranziehen. D.h. es müssen Zoll, Breite und auch die ET passen.
      Dennoch sollte man vorher den Prüfer fragen, was die Eintragung kostet. Wenn es doof läuft, sind es schnell mal 120 €.

      Ob dieser Aufwand dann noch im Verhältnis zu der Ersparnis der besseren Reifenwahl steht, muss jeder selbst entscheiden. Mir persönlich wäre der Aufwand zu hoch dafür.

      @ronne

      Eine Bestätigung der Festigkeit fällt bei mir unter "Gutachten" aber ich weiß was du meinst ;)
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      Ich glaube davon hat mir ein Prüfer mal erzählt.
      Seit 2012 oder 2014 (Datum nicht sicher) glaub ich, ist es Prüfer nicht mehr erlaubt Einzelabnahmen ohne Gutachten durchzuführen.

      Bis dato war es also möglich absolut alles einzutragen, solange der Prüfer dafür nur die Verantwortung übernahm.

      Jetzt geht das nicht mehr, egal wie sehr der Prüfer es will......

      Huia schrieb:


      Noch krasser ist es auf den 15ern: die 185/55/15 sind eine absolute Zwischengröße, seit Jahrzehnten nimmt man hier eigentlich 195/50/15 (schon auf Golf I ...), entsprechend viel billiger sind die Schlappen und deutlich mehr Auswahl.


      So wahnsinnig viel teurer sind die 185er nicht, hab grad mal geschaut. Die 195er müssten auf die 5,5'' Felgen passen. Warum sollte man sich das aber eintragen lassen? Dafür ist ein Gutachten fällig + Änderung der Fahrzeugpapiere. Auf 2-3 Reifensätze lassen sich vielleicht 100€ sparen, Gutachten und Eintragung dürften ein wenig mehr kosten.