CNG ist der bessere Diesel oder: Fahrverbote, Klimawandel, Treibhausgase, Feinstaubalarm, Stickoxide? Nicht mit CNG ;-)

      Ich fürchte jedoch, ich werde recht behalten:

      Brüssel: Klimaschützer kritisieren deutsche Erdgas-Subventionen - SPIEGEL ONLINE

      Traurige Grüße und Frust über soviel Ignoranz und Unwissenheit ....
      Huia

      „Blinder Respekt vor Autoritäten ist der größte Feind der Wahrheit.“ A. Einstein

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      Huia schrieb:


      Traurige Grüße und Frust über soviel Ignoranz und Unwissenheit ....
      Huia


      Naja, ich kann der Argumentation durchaus folgen, denn die große Masse des verkauften CNG-Treibstoffs ist eben nicht CO2-neutral.

      Es ist halt eine schwierige Gemengelage und ich halte die Annahme, dass man eine große Fahrzeugflotte in Deutschland dank CNG klimaschonend auf die Straße bringen kann für einen ebensolchen Trugschluss wie die Annahme, dass E-Autos automatisch sauberer sind.

      Beides bringt nichts, so lange die Energie nicht weitgehend klimaneutral gewonnen wird. Das ist aber mittelfristig nicht mal ansatzweise zu stemmen.

      Ich finde CNG durchaus interessant und habe eine positive Meinung dazu, aber wie gesagt, die Argumentation an sich kann ich verstehen. Die beste Energie ist eben prinzipiell die, die man gar nicht erst benötigt, weil man (also die Politik) das Autofahren an sich sukzessive unattraktiver macht und den ÖPNV massiv ausbaut. Aber auch das geht natürlich nicht mittelfristig. Insofern mag CNG kurzfristig zwar optimal sein, aber eben unterm Strich (Stand jetzt) nicht sooo viel besser als Benzin und erst recht Diesel (siehe hier: Klima-und CO2-Bilanz: Elektroautos brauchen die Energiewende | ADAC ) und ob es sinnvoll ist, den relativ kleinen Klimabonus so massiv steuerlich zu subventionieren, obwohl mittelfristig klar ist, dass wir grundsätzlich weniger Autos und damit einhergehend vor allem gefahrene Kilometer brauchen, ist halt durchaus diskutabel.

      So klein ist die Ersparnis im Vergleich zu Diesel und Benzin (und Elektro bei derzeitigem Enrgiemix) eben in der Praxis nicht. Wunder kann man natürlich nicht erwarten.

      Wenn eine gewisse Subvention aber hilft, dass die vorhandene Tankinfrastruktur nicht nutzlos in die Tonne geworfen wird, ist das aus meiner Sicht mittelfristig durchaus sinnvoll, wenn man in Betracht zieht, dass über diese Infrastruktur einfach ohne Umrüstungen 100 % regenerativer Treibstoff vertrieben werden kann und auch schon wird.

      Da finde ich es eher widersinnig, die Verstromung von Biogas so stark zu fördern, dass die vorhandene Gastankinfrastruktur vor die Hunde geht, wo doch die Autos so viel günstiger noch sind.

      Klar, Biogas einspeisen ins Gasnetz hat wegen der Verunreinigungen auch seine Tücken. Das rechtfertigt aber nicht, bloß die Vertsromung mit schlechtem Wirkungsgrad zu fördern.

      Diese ganzen Diskussionen um den Sinn irgendwelcher Subventionen sind immer interessengeleitet oder von Leuten geführt, die einfach keine Ahnung haben.

      Der einzige wirklich richtige (und praktisch nicht realisierbare Ansatz) wäre, wirklich alle Subventionen zu streichen und das System der Förderungen von 0 und sehr reduziert neu aufzusetzen.

      quintana schrieb:

      Die beste Energie ist eben prinzipiell die, die man gar nicht erst benötigt, weil man (also die Politik) das Autofahren an sich sukzessive unattraktiver macht und den ÖPNV massiv ausbaut.


      Das ist in dieser Pauschalität nicht machbar und nicht sinnvoll und schon gar nicht umweltfreundlich.
      Wir hier auf dem Land haben keinen ÖPNV und der würde auch keinen Sinn machen.
      Sowas ist in Großstädten machbar und sinnvoll, sonst nirgends ....

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      Huia schrieb:


      Wir hier auf dem Land haben keinen ÖPNV und der würde auch keinen Sinn machen.


      Natürlich gibt es Regionen, die benachteiligt werden würden, wenn der Autoverkehr pauschal unattraktiver gemacht werden würde. Aber irgendwie muss man klimafeindliches Verhalten eben angemessen bepreisen. Wir können es uns nicht mehr leisten, dass für unsere Lebensweise immer jemand anderes den Preis zahlen muss, seien es nun ausgebeutete Arbeiter in Billiglohnländern oder eben die Umwelt. Und da sollten weder Städter noch Landbewohner für sich in Anspruch nehmen dürfen, dass für sie eine Ausnahme gilt. Der Coffee-to-go-Becher, der in der Stadt sicher mehr verbraucht wird als auf dem Land, gehört z.B. saftig besteuert.

      Um auf CNG zurückzukommen, so fände ich eine erhebliche Steuererleichterung sinnvoll, wenn der Kraftstoff nachgewiesenermaßen aus Landwirtschaftsabfällen kommt und nur eine sehr geringe Steuererleichterung, wenn es sich dabei um einen fossilen Brennstoff handelt, weil dann der Vorteil gegenüber Diesel und Benzin nur noch recht gering ist. Das würde sicher dazu führen, dass die Kunden nach Möglichkeit CNG der ersten Variante tanken und als Resultat, dass mehr davon hergestellt wird.
      Erdgas ist laut Studie klimaschädlicher als angegeben - SPIEGEL ONLINE

      Hohe Methan-Emissionen

      Forscher halten Erdgas für klimaschädlicher als offiziell angegeben

      Erdgas gilt als wichtige Brückentechnologie für die Energiewende. Doch laut einer Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, sind die offiziellen Angaben über klimaschädliche Methanemissionen oft zu niedrig.

      NF13DW/WAE/YD4, B4B403, PJN, WXD, PZ1, WD8, PKM, 3L3, PW5, PS1, Osram Nightbreaker, Osram Cool Blue Intense, Spurplatten 30/40,
      Entfall Modellbezeichnung, Kühlergrill schwarz, kpl. schwarze Radaufnahmen, orig. Kofferraumseitenverkleidungen mit doppelten Ladeboden,
      In Planung: Garmin Navi an orig. Smartphone-Dockingstation, LED-Innenraumbeleuchtung, Folierung (partiell), Standheizung, Dashcam,

      Schöne Grüße
      Citigoman :rolleyes:

      Jetzt wird wieder die EWG-Studie der Grünen mit dem Methanschlupf ausgegraben. Schön...
      Klar, unverbranntes Methan ist um ein Vielfaches klimaschädlicher als CO2.
      Das zeigt aber nur, wie hirnverbrannt eine einseitige CO2 Diskussion ist, nicht jedoch, dass CNG keine gute Brückentechnologie ist.

      Das sind irgendwelche Rechenspiele ohne belastbare Zahlen, die es nämlich gar nicht gibt.
      Fakt ist, dass die großen Gasunternehmen bei der konventionellen Herstellung gar kein Interesse haben, Methan in großen Mengen entweichen zu lassen.
      Schlupf beim Fracking spielt für den CNG-Mix aus unserem Netz meines Wissens sowieso praktisch keine Rolle.
      Der Schlupf bei den PKW selbst beim Kaltstart ist ein Witz und wäre auch problemlos noch weiter zu verringern.

      Die sollen mal auch ausrechnen, wieviel ebenso extrem klimaschädlicheres Gas aus mangelhaft gewarteten und einfach wieder aufgefüllten undichten Klimaanlagen in die Atmosphäre gelangt.

      Das Problem heutzutage ist, dass jeder irgendwelchen Kram veröffentlicht, der auch beliebig leicht multipliziert wird und der Bürger schon selbst die Bewertung übernehmen muss...