ecomodding Info: Konstanverbräuche

      ecomodding Info: Konstanverbräuche

      Hallo zusammen,

      ich habe heute mal die Konstantverbräuche meines UP! (55kW, BMT, auf 175'er Winterreifen) gemessen.
      Die Messungen habe ich auf einem stillgelegten Flugplatz gemacht, wo man die Möglichkeit hat in der Ebene geradeaus zu fahren.

      Die Messungen habe ich wie folgt gemacht:

      1. Fahrzeug auf gewünschte Geschwindigkeit beschleunigen
      2. Tempomat rein
      3. Verbrauchanzeige nullen
      4. Geschwindigkeit auf GPS ablesen
      5. bis zum Ende der Start-/Ladebahn fahren
      6. Verbrauch auf Durchschnittsverbrauchanzeige ablesen
      7. Bremsen
      Ich habe die Messungen fünfmal bei jeder Geschwindigkeit gemacht.
      Die dargestellten Werte sind der Median der fünf Messungen.
      Geschwindigkeit angezeigt / gefahren laut GPS / l/100km
      40 38,5 2,1
      50 46,3 2,9
      60 57 3,1
      70 65,8 3,5
      80 75,5 4,3
      90 83 3,8
      100 92 4,3
      110 103 4,8
      120 115 5,3
      130 123 6,2

      Obwohl die Bedingungen nicht optimal waren (Strecke war nicht 100% trocken) sind die Ergebnisse ganz OK.

      Gruss Steffen
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      Zur kompletten Darstellung solltest du noch die Standardabweichung und einen Graph hinzufügen.

      Wobei ich die ganze Aktion nicht verstehe, aber was solls...

      Its not about the size of your car, its all about the size of the arm hanging out of the window!

      Alle Achtung, ein sehr interessanter Versuch. :thumbup: Der Verbrauch steigt quasi linear zur Geschwindigkeit.

      Auffällig ist diese Unregelmäßigkeit beim Verbrauch bei

      Geschwindigkeit angezeigt / gefahren laut GPS / l/100km

      80 75,5 4,3

      90 83 3,8

      100 92 4,3

      Arbeitet der Motor bei der Geschwindigkeit / Drehzahl am effektivsten?

      __________________________________________
      kein E 10 im Tank, mit Essen spielt man nicht

      Grundsätzlich gibt es deutlich zuviele variablen, die erstmal das Ergebnis verfälschen, da z.b der Tempomant kein exaktes Reglungsinstrument ist. Außerdem ist das Messinstrument Bordcomputer wirklich kein exaktes.
      Weiterhin ist das Ergebnis in Straßenverkehr so nicht nützlich, da es für den realverbrauch keine Rückschlüsse gibt.
      Wiederholbar ist das ganze auch nur sehr sehr eingeschränkt, da es sich nicht um eine kontrollierte Umgebung handelt.
      Sprich egal was du jetzt an deinem Auto veränderst und dann an Ergebnissen bei einer Wiederholung einfährst, weißt du nie, ob der Unterschied auf die Umwelt zurück zuführen ist, oder tatsächlich aus den Veränderungen kommt.

      Sorry wenn das Böse klingt, aber diese Messung ist so sinnlos, sie könnte glatt bei gallileo auf pro7 laufen.

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      Hallo Juju,

      über sachliche Argumente bin ich nie böse.
      Ich bin aber trotzdem der Meinung, wenn ich die Versuche mache, direkt danach die Öffnungen zuklebe, dass ich dann vergleichen kann ob sich etwas geändert hat.
      Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass sich die Randbedigungen stark ändern und da ich vorher mit Leuten gesprochen hab, die die Software für das Kombiinstrument gemacht haben, weiß ich auch das die Verbrauchsanzeige in diesem Bereich den tatsächlichen aus den ti-Zeiten berechneten Verbrauch anzeigt.
      Des Weiteren würde sich ein Verbrauchreduktion bei Konstate geschwindigkeit auch bei Fahrten im normelen Straßenverkehr niederschlagen. Ich trauere stark den Zeiten hinterher, als noch bei jeden Fahrzeug die Konstantverbräuche angeben wurden.
      Die Versuche heute waren ein Probelauf.

      Gruss Steffen

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      Meinen Infos nach wird der Momentanverbrauch aus der Gaspedalstellung und dazugehöriger Formel berechnet. Quasi kein Gas = 0,0l 100% gas = x Liter und alles andere abhängig von x. Der standgasverbrauch ist ein fixer Wert.
      Das ist zumindest gängige Methode in der Autoindustrie.
      Den tatsächlichen Kraftstoffdurchfluss wird meines Wissens nach bei niemandem gemessen.
      Zu der Umgebungsveränderung muss man halt definieren wie genau das Ergebnis ausgegeben werden soll.
      Ansatz aus der Thermodynamik:
      m(l) (luftmenge) wird aus Richtung, T1 (Umgebungstemperatur, p1 (umgebungsdruck) und V1 (hubvolumen) beberechnet. Werden nun Druck und/oder Temperatur geändert, ändert sich m(l) und damit auch m(k) (kraftstoffmenge). Eine Druckänderung um 100Pa oder eine Temperaturänderung um 5°C ändert m(l) schon um 4%, abhängig davon m(k) um 0,1%.
      Mit den Widerständen verhält es sich ähnlich.
      Daher wäre es z.b hinfällig einen minderverbrauch von 0,1-5% messen zu wollen und dabei die Messung an zwei verschiedenen Tagen durchzuführen.

      Interessant wäre es dann, wenn man am Fahrzeug Einen Durchflussmesser installiert und live das Motorsteuergerät zu überwachen, und Umgebungstemperatur und -druck zu dokumentieren.

      Its not about the size of your car, its all about the size of the arm hanging out of the window!

      Also Juju,

      deine Methode kenne ich nicht. Wie gesagt ich habe die Info von den Leuten die aktuell die Software für das Kombininstrument machen.
      Was allerdings stimmt ist, dass es keinen Durchflussmesser gibt, das würde auch nicht korrekt funktionieren, weil man dann ja die Leckagemenge nicht mitmessen würde.

      Gruss Steffen

      Hallo Steffen,

      einen interessanten Versuch hast du da gemacht, da steckt bestimmt viel Aufwand dahinter.

      Hast du auch Angaben, in welchem Gang du die jewilige Geschwindigkeit gefahren bist? Mich würde nämlich mal interessieren, ob 50 im5. & Co. wirklich so effizienzfördernd sind, wie immer alle sagen.

      LG, Ole

      Hallo Ole, ich bin immer im fünften Gang gefahren. Da der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren stark lastabhängig ist, würde ich sagen das der höhere Gang immer den niedrigeren Verbrauch erzeugt.
      Das kann man auch hier:
      Kennfeld01.JPG
      ganz gut sehen. Die durchgezogenene Linien sind die Straßenlasten in den verschienen Gängen.
      Gruss Steffen

      Der Ansatz finde ich gut. Daraus kann man ein kleines Projekt machen... :)

      Sind das Geschwindigkeitsangaben laut Tacho oder laut GPS/Navi? Weil die Tachoangaben beim UP sind ja auf Fahranfänger angepasst. 8)

      ReifenGröße? Welche Marke? Welchen Luftdruck?

      Ich finde das Projekt auch interessant. Was aber die Anzeige des Verbrauchs angeht, bin ich skeptisch.
      Ich bin neulich mit einem A6 eine Strecke von A nach B und dann wieder von B nach A gefahren. Auf dem Hinweg bin ich überall so gefahren wie erlaubt und habe bei offener Strecke die Vmax auf über 200 km/h gebracht Ergebnis bei 740 km Strecke einen angezeigten Verbrauch von 7,5l. Zurück habe ich mich wieder an die erlaubten Geschwindigkeiten gehalten habe auf freier Strecke aber den T-Mat auf 160km/h eingestellt. Angezeigter Durchschnittsverbrauch: 6,5l. Rein rechnerisch hätte ich also auf dem Rückweg 7,4l weniger brauchen dürfen, tatsächlich habe ich aber lediglich 4l weniger gebraucht.

      OK, es waren verschiedene Tage, es waren keine Laborbedingungen. Ich will auch nur aufzeigen, dass die Anzeige nicht unbedingt stimmen muss. Real muss man wirklich den physikalischen Verbrauch ermitteln, was auch beim Tanken nicht unbedingt gegeben ist. Ein Messglas wäre hier das einzig reale und halt die Laborbedingungen...

      Das Leben ist zu kurz um nicht UP!zufahren... 8)

      gerstmichel schrieb:

      Ich finde das Projekt auch interessant. Was aber die Anzeige des Verbrauchs angeht, bin ich skeptisch.
      Ich bin neulich mit einem A6 eine Strecke von A nach B und dann wieder von B nach A gefahren. Auf dem Hinweg bin ich überall so gefahren wie erlaubt und habe bei offener Strecke die Vmax auf über 200 km/h gebracht Ergebnis bei 740 km Strecke einen angezeigten Verbrauch von 7,5l. Zurück habe ich mich wieder an die erlaubten Geschwindigkeiten gehalten habe auf freier Strecke aber den T-Mat auf 160km/h eingestellt. Angezeigter Durchschnittsverbrauch: 6,5l. Rein rechnerisch hätte ich also auf dem Rückweg 7,4l weniger brauchen dürfen, tatsächlich habe ich aber lediglich 4l weniger gebraucht.

      OK, es waren verschiedene Tage, es waren keine Laborbedingungen. Ich will auch nur aufzeigen, dass die Anzeige nicht unbedingt stimmen muss. Real muss man wirklich den physikalischen Verbrauch ermitteln, was auch beim Tanken nicht unbedingt gegeben ist. Ein Messglas wäre hier das einzig reale und halt die Laborbedingungen...


      Hallo gerstmichel,

      ich noch eine Variante neben dem Messglas die man betrachten sollte:

      Man kennt die Logik zur Berechnung des Verbrauchs und kennt diejenigen die die Software zur Berechnung der Verbrauchsanzeige gemacht haben :)

      @ Breton:
      - Es sind beide Geschwindigkeiten angegeben
      - 175-65-14
      - Bridgestone Ecodia (Serie BMT)
      - 2.7 bar rundrum

      Gruss Steffen