Der ADAC, eine von der Automobilindustrie abhängige Institution, testet und kommt zum Ergebnis, dass es "beeindruckend" ist.
Die haben auch nur die H7 Lampen getestet, die ohnehin ein höheres Niveau haben als die H4. Zum anderen testen sie es an einem Premiumfahrzeug. Die Scheinwerfertechnik vom Up ist aus dem letzten Jahrhundert, dazu noch mit H4 Leuchtmitteln. Nicht vergleichbar mit einem BMW AT. Da können gute Leuchtmittel zwar etwas gut machen, aber Leistungen wie bei einem Premiumfahrzeug sind eher ausgeschlossen.
Schaut man sich die Leuchtbilder von BMW 2er AT beim ADAC an, so spricht erstmal nur das hellere Licht für LED. Die Ausleuchtung ist marginal besser. Wem die Sichtweite nicht ausreicht, der schaltet ohnehin Fernlicht ein dann sind die H7 LEDs aus und es strahlen die H1 Lämpchen.
Rezensionen von Fahrern anderer Fahrzeuge (auch mit H7) sind oft ernüchternd und die haben idR besser Scheinwerfer als unsere Sparbüchsen. Die Lebensdauer der H4 Ultralife gibt Osram mit 3000h an, genau wie bei den LEDs. Der ADAC gibt sie für die Ultralife mit über 1200h an (kosten pro Paar ~14€).
Und auch wenn die Hersteller (sic!) sagen, dass es nach Ablauf der ABG keine Probleme gibt, vom ADAC oder vom KBA habe ich das nirgends gelesen. Auch die Nutzung im Ausland ist fraglich, denn zunächst ist die befristete ABG ein rein deutscher Weg. Italiener, Franzosen, Polen sehen das möglicherweise anders und dann steht das Fahrzeug erstmal. Oder ist die ABG mehrsprachig?
Ich wäre froh, wenn sich Käufer finden, die das dann mal unter realen Bedingungen testen und dokumentieren. In ein paar Wochen werden sich sicher einige Videos dazu auf Youtube finden lassen. Ob 100-140€ für etwas besseres Licht bei einem Kleinstwagen sinnvoll investiert sind muss jeder selbst wissen. Wenn man sonst schon Geld für alle möglichen optischen Maßnahmen ausgibt, fällt das wahrscheinlich auch nicht mehr ins Gewicht.