CNG ist der bessere Diesel oder: Fahrverbote, Klimawandel, Treibhausgase, Feinstaubalarm, Stickoxide? Nicht mit CNG ;-)

      Jein. Die Kiste ist schon recht solide.
      Unter normalen Umständen hat man das Geld längst mehrfach drinne, wenn die ersten Sachen bei um und bei 200000 km kommen.

      Und nen defekten Tankstutzen sollte man nicht bei VW tauschen lassen sondern beim Umrüster.
      Der baut einen von BRC für 110 Euro + Einbau ein , der dazu auch noch besser hält als der von WEH (=VW).

      Einen günstigen Satz 2014er Gasflaschen habe ich mir mit Ventilen und Leitungen (190 Euro) auf Halde gelegt, weil ich ungern Lotterie spiele und im Falle des Falles hinter den Teilen herrenne, wenn ich sie akut brauche. Aber das ist Mentalitätssache. Die Flaschen und Ventile kann man nämlich sehr teuer bezahlen, wenn man nach zeitnah sucht und bei VW kaufen muss.

      Die Gastanks scheinen viel besser zu halten als damals in Touran und Co.

      Wenn man die Kilometer fährt, rechnet sich das. Wenn das Auto eh nur rumsteht, eher nicht.

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      Also ich habe unseren Eco jetzt seit 5 Jahren und 112000 km.
      Bilanz:
      Gasdruckregler gewechselt ( Gewährleistung)
      2-3 Lampen (Abblendlicht, Tagfahrlicht)
      und neulich die Bremsscheiben und Beläge vorne.
      Das wars. Regelmässig natürlich Ölwechsel, Filter, etc. nach Vorschrift.
      Selbst Reifen braucht das Ding kaum. Ich habe die Originalen Sommerreifen letzten Frühling ersetzt, aber nur, weil wir durch den Kauf des TSi nagelneue Reifen übrig hatten, da Junior 17 Zöller wollte. Ansonsten hätten die Reifen diese Saison auch noch getaugt.
      Ich hatte beim Neukauf aber auch 4 JAhre Werksgewährleistung mit abgeschlossen. Da er jetzt aber absolut problemlos ist, fahren wir ihn weiter. Derzeitige Planung: bis 200.000 km.
      Vielleicht gibt es dann ein neues Up - Modell oder es wird ein Polo CNG.

      Also: keine Angst und auch nicht bange machen lassen. Die CNG - Technik ist nicht neu.

      Ach, ich sehe gerade gatos Antwort, die ist ja gleichlautend.
      Die Tanks: da hat mich der TÜV - Mensch (genauer GTÜ - Mensch) auch drauf angesprochen und gemeint, die seien nach 10 Jahren fällig. Ich meine aber, die Flaschen haben 20 Jahre "TÜV".
      Wenn die vorher rosten, stehe ich bei VW an der Türe, wobei ich nie geplant hatte, den Eco so lange zu fahren, sondern eigentlich gedacht habe, ich hole mir dann einen Neuen.
      Da es jatzt aber noch kein aktualisiertes Up! - Modell gibt, fahren wir ihn weiter.

      ronne schrieb:

      Das Erwachen kommt dann bei Reparaturen und beim wiederverkauf.


      Nun, der Gebrauchtmarkt war preislich so uninteressant (entweder billig und abgerockt, oder teuer in gutem Zustand), dass ich dann doch zum (fast)Neuwagen gegriffen habe, insofern ist der Wiederverkauf sicherlich ein wenig zeitaufwändiger, aber weniger verlustreich als der eines Benziners. Aber das hängt letztlich davon ab, wie populär das Thema Erdgas noch wird. Wer weiß, vielleicht ist alsbald ein reiner Benziner nur noch schwer an den Mann zu bekommen weilnder Liter die 2€ überschritten hat?!

      Reparaturkosten ...dank Anschlussgarantie brauch ich mir da über die nächsten 5 Jahre kaum Gedanken zu machen. Ist in etwa so die geplante Nutzungsdauer und die Rechnung schaut so aus, dass ich p.a. etwa 1000€ zu meinem bisherigen Fahrzeug spare, sprich sich der Wertverlust in etwa aufhebt.
      Die Rechnung mag zwar nicht ganz aufgehen wenn man neu kauft ...deshalb hab ich zum Vorführer mit nicht mal 800km gegriffen.

      Bzgl. Wertverlust:
      Ich habe unseren Golf TGI in 2015 für 20k€ mit 7tkm gekauft.
      Aktuell mit knapp über 70tkm werden vergleichbare KFZ für ca. 15k€ gehandelt.
      Bei dem Fahrzeug reisst es das Xenon - Licht raus ....
      Ich bin zufrieden mit der Wertentwicklung.

      Hallo zusammen, wir stehen vor der Findungsphase, welcher Citigo es genau werden soll. Aktuell schwebt uns der 60PS MPI vor, gleichzeitig überlege ich aber auch noch in Richtung CNG. Wie kurzstreckentauglich ist der CNG? Meine Frau ist im Gesundheitswesen tätig und fährt mal 2 km, dann nur 500 m und dann mal wieder 3 km. Hält das der CNG auf Länge aus oder sollten wir doch eher zum MPI greifen?

      ronne schrieb:

      Das Erwachen kommt dann bei Reparaturen und beim wiederverkauf.


      Inwiefern kann man diese Aussage verstehen? Sind die Wartungskosten und der Wertverlust doch so hoch?

      Ich denke, dass der CNG verbrauchstechnisch sogar die bessere Kurzstreckenvariante ist und es weniger (bzw. keinen) Benzineintrag im Motoröl gibt. Kurzum ...Kurzstrecke ist immer schlecht, egal ob Benzin oder CNG. Da wäre ein E-Up die bessere Alternative, aber bei dem Preisunterschied macht's dann auch wieder keinen Sinn ;)

      Wartungskosten dürften sich kaum unterscheiden, sofern mit (Anschluss)Garantie die möglichen Probleme auf Gaszuleitungsseite abgedeckt sind. Wertverlust ist meiner Meinung nach sogar geringer, jedenfalls waren die Gebrauchtpreise so hoch, dass ich mich letztendlich zu nem Vorführer entschieden habe. Seitdem gehört einer der beiden bauglichen im Angebot befindlichen mir (obwohl ich auch schon mt dem Ibiza TGI geliebäugelt hatte) ;)
      details.html?id=268858289&lang=de&utm_source=DirectMail&utm_medium=textlink&utm_campaign=Recommend_DES

      Gruß Dieter

      Wäre ggf. auch eine Alternative, wenn die Autos nicht noch so teuer wären (trotz gestriger Preisreduktion um 4000 € seitens VW), die nächste für uns gelegene E-Tankstelle über 1 km weg wäre. Die Säule ist dann auch noch permanent zugeparkt, Kontrollen finden seitens der Stadt zu selten statt. Wir haben auch keine Möglichkeit direkt an unserer Wohnung zu laden. Somit macht es mMn momentan wenig Spaß ein solches Auto zu besitzen bzw ist es noch zu unattraktiv.

      Dennoch würde mich mal die Aussage von @ronne interessieren.

      Deswegen hatte ich in Post #102 ja eine Komplettauflistung meiner bisherigen Wartungskosten auf 112tkm aufgeführt. Ich halte diese Aussage von @ronne für falsch. Das Einzige, was wirklich teurer ist beim CNG ist die Anschaffung und der TÜV (ca. 20-25 € teurer wegen der Gasprüfung).

      Bei so extremem Kurzstreckenbetrieb kann es nach dem CNG- Tanken sein, dass er lange braucht, bis er sich auf das Gas kalibriert hat. Dazu benötigt er manchmal etwas Strecke.
      Rechnen musst Du selber, ob sich die höheren Anschaffungskosten bei dem Betrieb rechnen und v.a., ob ihr auch eine CNG - Tanke in der Nähe habt?!

      Bzgl. Wertverlust war dann mein Post #105, der zeigen sollte, dass man da eher einen geringeren Wertverlust hat, also da bin ich der gleichen Meinung wie @dadiedada.

      Für solche Strecken wäre ein Elektroauto wirklich wie geschaffen...

      Viel Spaß beim Grübeln!
      Huia

      Deine Auflistung ist auch legitim und schön anzusehen. Man darf die Anlagen auch nicht mehr mit nachgerüsteten Anlagen vergleichen. Das schöne ist, dass meine Frau von ihrer Arbeitgeberin monatlich einen Tankgutschein iHv 44€ bekommt. Somit würde man weiter kommen im Vergleich zum Benziner. Es ist aber auch so, dass wir ab und an mal längere Strecken fahren (circa 300 km am WE) im Quartal). Sicherlich auch nicht die Allerweltsstrecken, aber dennoch besser als reiner Kurzstreckenbetrieb. Die nächste CNG-Tankstelle ist ebenso 1 km entfernt und liegt sogar auf dem täglichen Arbeitsweg meiner Frau zu ihrer Arbeitsstätte.

      Bedenke aber, dass du nicht für 44€ tanken können wirst ;) ...bei meinem letzter Arbeitgeber hatte auch die Gutscheine, wobei ich aber monatlich nur einmal tanken konnte.
      Mal anders gefragt ..wie viele Kilometer fährt denn deine Frau pro Jahr?

      P.S. die E-Auto Geschichte hatte ich mir immer wieder versucht, schönzurechnen, aber selbst beim Laden an der heimischen Steckdose wären die reinen Unterhalts- und Verbrauchskosten weitaus teurer gekommen. Ist derzeit noch sowas wie ein "Hobby".

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      Momentan hat meine Frau mit ihrem 12 Jahre alten Hyundai Getz 135 tkm runter, wobei vor nen paar Jahren auch noch regelmäßig meine Schwiegermutter damit gefahren ist. Ich denke, dass man realistisch mit 10 tkm im Jahr rechnen kann.

      Nach der jetzigen Kostenkonstellation hat sich der CNG bereits nach 6 Jahren amortisiert und fährt danach Gewinn im Vergleich zum MPI ein (gleiche Prozentzahlen sowie Ausstattung bei Neukauf wie beim MPI und aktuelle Spritpreise berücksichtigt).

      Mein Mechaniker des Vertrauens meinte zu mir, dass die CNG´s häufiger ruckeln und nichts für mich wäre (bin da sehr empfindlich bzgl ruckeln, klappern, usw.). Leider gibt es hier im hohen Norden kein up/Mii/Citigo zum Probe fahren.

      VR170 schrieb:

      Nach der jetzigen Kostenkonstellation hat sich der CNG bereits nach 6 Jahren amortisiert und fährt danach Gewinn im Vergleich zum MPI ein (gleiche Prozentzahlen sowie Ausstattung bei Neukauf wie beim MPI und aktuelle Spritpreise berücksichtigt).

      Das hätte ich nicht gedacht, dass es 6 Jahre braucht, um den Mehrpreis für den CNG-Citigo wieder hereinzufahren. Zumal ja dann auch schon, ca. 60% der wirtschaftlichsten Nutzungszeit des Citigo vorüber sind und ein Jahr später auch noch der Steuervorteil für Erdgas wegfällt. =O

      Schöne Grüße
      Citigoman :rolleyes:

      Citigoman schrieb:

      Das hätte ich nicht gedacht, dass es 6 Jahre braucht, um den Mehrpreis für den CNG-Citigo wieder hereinzufahren. Zumal ja dann auch schon, ca. 60% der wirtschaftlichsten Nutzungszeit des Citigo vorüber sind und ein Jahr später auch noch der Steuervorteil für Erdgas wegfällt.


      Wie kommst du auf diese 60%? Mein eigenes Fahrzeug, Skoda Fabia 6Y RS TDI, müsste dann ja schon seit 1 Jahr sein Zenit erreicht haben. Ich werde aber einen Teufel tun und dieses Auto dem Staat schenken. Zeig mir welches Auto so günstig von A nach B kommt, man selber dran schrauben kann und so gut ohne Probleme läuft? Ich hab aktuell 215 tkm drauf und er macht locker noch das doppelte an Laufleistung. Darüber hinaus muss das neue Auto erstmal bezahlt werden, ich unterstütze weiterhin die Konsumgesellschaft obwohl das alte noch gut ist. Entschuldige, dass ich da leicht emphatisch werde, aber ich muss da nicht mitziehen. Sicherlich haben alle Sachen irgendwann mal ihre Wirtschaftlichkeit erreicht, aber wer legt das fest? :P

      sebi68 schrieb:

      Von wo aus dem Norden kommst du denn? Ich bin aus Kiel. Wenn du in der Nähe bist, können wir ja mal ne Runde drehen.


      Komme ebenso aus Kiel, genauer der Brunswik. Also nicht unweit weg der einzigen CNG-Tankstelle in Kiel (Willer) ;) Schreiben wir uns weiter per PN?

      Für meinen Geschmack wäre die Amortisationszeit zu lange, wobei ich unseren Eco auch schon im 5ten Jahr fahre ....
      Aber: man will immer, dass man möglichst umsonst oder sehr billig oder ähnliches fährt.
      Man vergisst dabei aber, dass CNG "nebenbei" auch sehr umweltfreundlich ist, speziell wenn man Biogas tankt. Vielleicht wäre einem das den einen oder anderen Euro wert?
      Zumal in Zeiten von Fahrverboten, Abgasnormen, etc. das Fahren mit CNG einem etwas die Angst nimmt.

      Auch mal so ne Überlegung ....

      Bei mir liegt die Amortisation bei 4 Jahren. Ich weiß nicht wie man auf 6 Jahre kommt. Dann wäre ein Pedelec vielleicht das richtige?
      Autogas/Erdgas Umrüstung - Vergleichs-Rechner

      “Ist die dunkle Seite stärker?” –
      “Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.” (Meister Yoda)


      Zu tun was du willst
      ist Freiheit.
      Zu mögen was du tust
      ist Glück.




      https://futurzwei.org/article/862
      www.gibgas.de
      www.cng-club.de
      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170428_OTS0237/gas-geben-fuer-den-klimaschutz

      Ha, so wie ich VR170 verstanden habe, ist das auch beruflich bedingt, mit den kurzen Strecken. Da muss man manchmal einfach auch ein paar Dinge dabei haben, die aufm Fahrrad (Pedelec) einfach nicht unter zu bringen sind bzw. man ist auch der Witterung ausgesetzt, das möchte ich auch nicht jedem zumuten.

      Versuche ich alle Faktoren, wo auch der Verbrauch dazu gehört, so gut und realistisch wie möglich zu berücksichtigen, komme ich auf 6 Jahre. Hier habe ich (glaube ich zumindest), 4 kg/100 km angesetzt. Lieber zu viel, als zu wenig.

      Und ja, meine Frau kann nicht alles mal so eben auf ein Fahrrad verladen. Manchmal hat sie auch nur 15 min Zeit um von Patienten zu Patienten zu fahren. Die Strecken sind schlichtweg zu lang bzw die Zeit zu knapp.

      @Huia Dein vorletzter Satz bewegt mich eben zum CNG.