Dicke-Luft-Eine-Chance-für-CNG-Mobilität?

      Dicke-Luft-Eine-Chance-für-CNG-Mobilität?

      Auf GibGas ist ein ein interessanter Beitrag zu Luftbelastung und CNG zu lesen:

      Dicke Luft? Eine Chance für CNG-Mobilität

      “Ist die dunkle Seite stärker?” –
      “Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.” (Meister Yoda)


      Zu tun was du willst
      ist Freiheit.
      Zu mögen was du tust
      ist Glück.




      https://futurzwei.org/article/862
      www.gibgas.de
      www.cng-club.de
      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170428_OTS0237/gas-geben-fuer-den-klimaschutz

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      Klaro, CNG ist ne coole Sache, nur kann man damit nicht ernsthaft die Luftverschmutzung unterbinden. Gerade der Faktor Feinstaub ist ja neben CO2 (Treibhausgas) DER Wert für Emissionen.

      Mittlerweile ist man dabei angelangt, dass über 50% der Feinstaubemissionen durch Bremsen und Reifenabrieb erzeugt werden. Ein weiteres Viertel ist die Aufwirblung durch den Straßenverkehr. Dies machen auch Elektrofahrzeuge. Also könnte man sich jetzt dem letzten Viertel widmen, das hat prima geklappt wie das Umweltbundesamt herausgefunden hat. Nicht. übrigens macht der Straßenverkehr auch nur einen kleinen Teil aus, wie man unten in dem Balkendiagramm sehen kann. Die Grafik hört übrigens 2006 auf, ich denke der Trend setzt sich fort, gerade weil um 2005 Rußpartikelfilter eigentlich Standard wurden und Dieselfahrzeuge bis dahin circa 50% der Abgasfeinstaubemissionen ausmachten. Wenn man jetzt die knapp 25 % Feinstaub der Autos nimmt, den Trend fortsetzt und auf circa 20% heute kommt, den Wert halbiert, da die Abgase nicht mal 50% ausmachen, kann man im Idealfall 10% einsparen. Das spiegeln auch die Messwerte des Umweltamtes wider. Also wiedereinmal Verarsche und Panikmache, aber der Autofahrer war seit jeher die goldene Melkkuh des Bundes. Allerdings berücksichtigt dies nur PM10, die PM2,5 Werte sind seit 2008 stärker gesunken als die PM10 Werte, was aber wohl eher daran liegt, dass man ein neues Gespenst gebraucht hat. Messbar aber irrelevant. Achja, das UBA kommt auch zu den 10% als Maximalwert, denn mehr als 10% lassen sich durch Verbrennungsmotoren nicht einsparen, da sie nicht mehr erzeugen ;)

      Die CO2 Bilanz bzw. der Multiplikator bei Erdgas soll wohl deutlich schlechter sein, als man sich das gewünscht hat. Besser als alles andere, aber rangiert wohl mittlerweile irgendwo bei circa 25% Einsparung, ein Artikel dazu unten im Anhang.

      Technisch gesehen, sind CNG-Autos ne coole Spielerei, steh da total drauf. Auch auf Elektroautos, aber damit wird keiner die Welt retten, weder kollektiv geschweigedenn im Alleingang.

      Grüße

      Alle Grafiken sind aus dem Onlinesystem des Bundesumweltamtes kopiert.

      Feinstaubbelastung in Stuttgart: Abrieb erhöht Werte - Stuttgart - Stuttgarter Zeitung
      Fragwürdiger Klimavorteil von Erdgas: Gasförderung setzt unerwartet viel Methan frei - Wissen - Tagesspiegel

      Dateien

      Achja, die 10% potenzielle Einsparung ist auf die 20% Gesamtautoemission (Abrieb, Bremse, Aufwirbelung und Abgas) bezogen. Somit wären es, wenn von heute auf morgen alle ~45mio Fahrzeuge elektrisch betrieben wären, 2% weniger Ruß in der Luft ;) Das dürfte Messtoleranz sein.

      Aber auf soeinen Schrott stehen wir unheimlich, nur keiner setzt sich mal 30 Minuten hin und rechnet nach. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm. Neben einem Heer an Wissenschaftlern, Behördenmitarbeitern und sicher tausenden externen Gutachtern wurden Schilder aufgestellt, die Kommunen planten und es wurden Millionen in stationäre Messgeräte investiert. Das ist ein Business, in einer Größenordnung, in den kaum ein Betrieb arbeitet, da kommt nur ein Globalplayer wie z.B. VW vom Umsatz noch mit, um das mal greifbar zu machen. Also beschäftigt man quasi halb Volkswagen damit, um bis zu 2% Feinstaub einzusparen. Die Karten von 2008 (erste Umweltzone in Berlin) und 2015 sehen irgendwie ziemlich gleich aus. Finde vor den Umweltzonen sah es sogar besser aus. Und jeder hat eine tolle Umweltplakette gekauft, wieviel CO2 das Öl dafür enthält ;-D Das das niemand mal ansatzweise nachrechnet.....

      Das ist wie dieser Spruch "Wir sparen jetzt koste es was es wolle!".

      Grüße

      In Holland war Gas ja bereits vor 20 Jahren "in" ...
      Der Gas-Anteil am Niederrhein dürfte seit Jahrzehnten der höchste in Deutschland sein???

      Aber was nutzt es, wenn der Benzinpreis jetzt so niedrig ist und SUVs immer noch dermaßen "in" sind?

      Ich finde aber, dass Dinge wie Reifenabrieb und Bremsscheiben/-klötze völlig unterbewertet werden. Was nutzt CNG, wenn tonnenweise Bremsstaub und feiner Gummiabrieb in die Umwelt gehen? Man sehe sich nur an, wie beim up! Vorder- und Hinterräder bei Alufelgen aussehen.

      Als England Fan kann ich nur Kreisverkehre und deren Fußgängerampeln (kurz rot, dann blinkend - wenn kein Fußgänger mehr da ist, darf man langsam weiterfahren) empfehlen. Das verringert den Bremsenabrieb und auch den Kraftstoffverbrauch (langsam fahren statt bremsen und neu anfahren) kolossal. Aber Deutschland lehnt ja prinzipiell ab, was sich in anderen Ländern bewährt hat (massiv Kreisverkehre, Ampelsystem, Erdgas, LKW-Maut Erfassung) ...

      @HendrikS,

      danke für den interessanten Artikel bzgl. der Leckagen bei der Erdgasförderung. Betrifft das Erdöl übrigens genauso … nur dass das eben Böden und Wasser unbrauchbar macht statt das Klima zu beeinflussen.
      Zum Teil fällt Erdgas ja auch bei der Erdölförderung an und dann ist da noch die Produktion von Biomethan, wie das bei uns der Fall ist, denn aus unserem Biomüll wird Biomethan gewonnen, da entfällt das Problem der Leckagen, sofern sorgfältig gearbeitet wird (was eigentlich auch bei der Erdgasförderung der Fall sein sollte, welches übrigens mehr zum Heizen als zu Fahren verwendet wird ;) ).

      Im Gegensatz zu Benzinern und Dieseln halten CNG-Fahrzeuge die angegebenen Verbrauchswerte ziemlich gut im Fahrbetrieb ein, so dass mich ein Vergleich unter realen Bedingungen interessieren würde und da bin ich überzeugt, dass CNG da doch besser abschneiden würde, als unter Laborbedingungen. Mit Bio-Methan betriebene Fahrzeuge mit Sicherheit!

      HendrikS schrieb:

      Gerade der Faktor Feinstaub ist ja neben CO2 (Treibhausgas) DER Wert für Emissionen.


      Und genau der liegt bei CNG 10% unter dem Benziner und 99% unter dem Diesel - im NFZ-Modus. Also sieht das im Realbetrieb nochmal besser aus ;)

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